Warum das UFO-Thema für Biden zum Ass im Ärmel werden kann

US-Wahl 2024: Das UFO-Thema kann für Biden zum Ass im Ärmel werden

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    In der Pflanze steckt keine Gentechnik

    Aber keine Sorge:
    Gentechnish verändert

    sind die

Dienstag, 03.10.2023, 08:06

Wie in kaum einem anderen Land, so hat in den USA die Diskussion über den politischen und auch militärischen Umgang mit unidentifizierten Flugobjekten und Phänomenen im Luftraum (UFOs/UAP) höchste gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Kreise erreicht. Andreas Müller, Autor des Buches „Deutschlands UFO-Akten“, geht der Frage nach, ob und welche Rolle die UFO-Frage im US-Wahlkampf um das Präsidentenamt spielen könnte.



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Welche Äußerungen haben frühere US-Präsidenten zu den UFO- und UAP-Mysterien gemacht?

Schon viele US-Präsidenten haben sich öffentlich über UFOs geäußert: Nachdem 1952 UFOs sogar über der US-Hauptstadt gesichtet wurden, erklärte der damalige Präsident Truman lediglich, dass er selbst noch nie ein UFO gesehen habe. Seinem Nachfolger Eisenhower wird hingegen unterstellt, er habe sich auf einer Luftwaffenbasis mit Aliens getroffen – Gerüchte, die sich zwar bis heute nicht verifizieren ließen, dafür aber umso hartnäckiger halten.

Jimmy Carter meldete 1973 selbst eine UFO-Sichtung. Auch Ronald Reagan wird die Sichtung eines UFOs nachgesagt. Belegbar hingegen ist ein gesteigertes Interesse an UFOs und sogar Engagement um die Veröffentlichung von UFO-Akten durch Bill und Hillary Clinton. George W. Bush verwies stets darauf, dass er über das, was er als Präsident über UFOs erfahren habe, nicht sprechen könne – eine Haltung, die auch Barack Obama mehrfach unterstrich .

Donald Trump zeigte sich nie besonders interessiert am Thema, erklärte aber, dass er dazu gebrieft wurde. Trotz seines laxen Umgangs mit Staatsgeheimnissen ist Trump nie ein UFO-Geheimnis herausgerutscht. Wie schon Obama, so stellte sich aber auch Trump hinter die Aussagen von US-Piloten, die von UFO-Begegnungen berichtet hatten.

Auch Amtsinhaber Joe Biden hält sich zu UFOs noch bedeckt, obwohl sein Stab und der Pressesprecher des Pentagon bereits mehrfach erklärt haben, dass man UFOs/UAP „sehr ernst nehme“.

Wurden in den USA bereits UFO-Akten veröffentlicht?

Die USA haben schon seit Ende der 1940er Jahre UFOs offiziell untersucht. Zunächst im Rahmen der Projekte „Sign“ und „Grudge“, die dann in das berühmte Air Force „Project Blue Book“ übergingen, das 1970 mit dem Condon-Report beendet wurde. Entgegen der Einschätzung der Projektwissenschaftler (u.a. Dr. A. Hynek) kam Condon zu dem Schluss, dass UFOs wissenschaftlich irrelevant und auch keine Bedrohung seien.

Mittlerweile wurden tausende Blue-Book-Akten über die National Archives der USA veröffentlicht, aber vieles auch noch nicht. Das US-Nationalarchiv arbeitet derzeit an der Digitalisierung der noch unveröffentlichten UFO-Akten. Alleine zu Blue Book gibt es 116.536 Objekte im Nationalarchiv, von denen bislang erst 10.622 (also lediglich 10 Prozent) digitalisiert veröffentlicht wurden.

2017 enthüllte die New York Times ein bis dahin geheimes UFO-Untersuchungsprogramm des Pentagon und damit einhergehend auch die bekannten Aufnahmen der Navy-Jetpiloten. In der Folge wurde auch die neue UFO-Untersuchungsbehörde, das „All-domain Anomaly Resolution Office“ (AARO) gegründet, das mittlerweile auch eine Webseite hat und hier ihre Ergebnisse veröffentlichen will. Bislang läuft das aber noch eher schleppend.

Über den Gastautor

Andreas Müller, Jahrgang 1976, studierte Kommunikationsdesign an der HBK Saar und arbeitet als Journalist mit Schwerpunkt anomalistischer Phänomene. Er ist Herausgeber des Nachrichtenportals GrenzWissenschaft-Aktuell.de (GreWi), assoziiertes Mitglied am Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik (IFEX) an der Universität Würzburg, der Society for UAP Studies (SUAPS) und Autor mehrerer Bücher. Sein aktuelles Buch “
Deutschlands historische UFO-Akten
” erschien im Juli 2023.

Wie äußern sich aktuell die großen US-Parteien zum Thema UFO?

Parteienstruktur und Wahlkampf in den USA folgen anderen Regeln als in Deutschland. Ein allgemeines Wahlprogramm der Parteien gibt es nur sehr rudimentär, denn selbst die Kandidaten einer Partei haben teils sehr unterschiedliche Programme. Derzeit sind die beiden großen US-Parteien, Demokraten und Republikaner, in fast allen politischen Punkten unterschiedlicher Meinung bis verfeindet. Die Causa Trump verschärft diese Positionen massiv.

Da ist es schon interessant, dass es ein Thema gibt, in dem es parteiübergreifende Positionen und sogar gemeinsame Abstimmungen gibt: UFOs.

Hierzu gibt es eine gemeinsame Haltung. Diese fordert, dass UFOs/UAP eingehend untersucht werden müssen – nicht zuletzt im Sinne der nationalen Sicherheit. Hierzu wurde sogar eine eigene UFO-Untersuchungsbehörde, die AARO, eingerichtet, die UFO-Sichtungen durch Militär- und Geheimdienstangehörige untersucht. Eine weitere parteiübergreifende Forderung ist die nach mehr öffentlicher Transparenz: Kurz nach der Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Untersuchungen. Dazu gibt es Gesetzestextvorgaben, die als Teil der US-Geheimdienst- und Verteidigungsbudgets für 2024 verankert werden sollen. Sollten diese vom US-Präsidenten ratifiziert werden, müssten die USA schon sehr bald ihr mutmaßlich geheimes UFO-Wissen preisgeben. Was das dann sein wird, bleibt abzuwarten.

Haben sich Trump oder Biden neu zum UFO-Phänomen positioniert?

Bislang kaum. Von Trump ist bekannt, dass er sich für UFOs nicht sonderlich interessiert. Daran hat sich nichts geändert. Auch während seiner Amtszeit hat er selbst schließlich keine UFO-Geheimnisse gelüftet. Auch Joe Biden hat sich bislang eigentlich gar nicht zu UFOs geäußert. In Bidens direktem politischen Umfeld und Stab gibt es prominente Personen, die schon seit vielen Jahren für eine Offenlegung des UFO-Wissens der USA eintreten. Ganz vorne dabei, Bidens aktueller Berater in Umwelt- und Energiefragen, John Podesta. Er war bereits Stabschef unter Bill Clinton, Obama-Berater und Wahlkampfleiter von Hillary Clinton. Podesta hat aus seinem Engagement für eine Veröffentlichung geheimer UFO-Akten nie einen Hehl gemacht und beruft sich sogar öffentlich auf ihm bekannte geheime UFO-Akten .

Gibt es also im US-Kongress bereits eine eigene UFO-Lobby?

Tatsächlich gibt es diese, und die ist, wie gesagt, erstaunlich parteiübergreifend.

Es gibt einige US-Senatoren und Abgeordnete, die bereits mächtige Gesetzestexte in die US-Haushalte eingebracht haben, die etwa die Untersuchung von UFO-Vorfällen in den USA regeln. Diese haben beispielsweise zur Einrichtung des AARO geführt und geben dieser Behörde Arbeitsaufträge und Vorgaben. Der neue Gesetzentwurf, der schlussendlich eine Offenlegung der UFO-Geheimnisse der USA bedeuten würde, stammt von dem bekannten demokratischen Fraktions- und Mehrheitsführer im US-Senat, Jack Schumer.

Die AARO untersteht der direkten Aufsicht durch die US-Vize-Verteidigungsministerin Kathleen Hicks und erst jüngst haben sich Abgeordnete des Repräsentantenhauses zu einem sog. „UFO/UAP Caucus“ zusammengeschlossen. Das ist eine informelle Gruppe von Mitgliedern des US-Kongresses (Repräsentantenhaus oder Senat), die sich aufgrund gemeinsamer Interessen, politischer Ziele oder politischer Überzeugungen zusammenschließen.

In den USA rangiert das UFO-Thema derzeit also auf höchster politischer Ebene.

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Inwieweit könnten künftige UFO-Enthüllungen den Ausgang der US-Wahlen beeinflussen?

Das UFO-Thema und die Frage nach der angeblichen „Geheimhaltung abgestürzter, geborgener nicht-menschlicher Raumschiffe und deren Insassen im Rahmen streng geheimer Projekte, die am US-Kongress vorbei mit Steuergeldern finanziert worden sein sollen“, so wie dies der UFO-Whistleblower David Grusch behauptet, spielt in den USA derzeit eine sehr große Rolle. Das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien an diesen Fragen in den USA ist enorm und deshalb auch ein Politikum.

Die meisten der Mitbewerber um das Amt aus beiden Parteien haben bereits erklärt, dass sie nach möglichst großer Transparenz im Umgang mit UFO-Informationen streben und das Thema wichtig für die nationale Sicherheit sei.

Donald Trump kann sich offenbar jeden Patzer, mutmaßlich kriminelle Handlung und Anklagen erlauben und liegt dennoch weit vor seinen parteiinternen Konkurrenten. Er wird wohl der Kandidat seiner Partei. Der amtierende Präsident, Joe Biden, wirkt hingegen geschwächt. Da könnte ihm das berühmte Ass im Ärmel ganz sicher nicht schaden. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der US-Amerikaner nicht nur glaubt, dass die Regierung UFO-Informationen verheimlicht, sondern auch fordert, dass diese endlich veröffentlicht werden sollen. Das UFO-Thema könnte also zu einem Ass werden.

Aber der Einzige, der dieses Ass aktuell ziehen kann, ist der amtierende Präsident. Bislang hat Biden sich in Sachen UFOs erstaunlich zurückgehalten. Er hätte jetzt die Chance, etwas zu tun, was vermutlich nur er als Präsident kann: die UFO-Geheimnisse zu veröffentlichen. Damit hätte er dann nicht nur einen besonderen Platz in der Geschichte inne, sondern könnte das UFO-Thema vielleicht auch zum Gamechanger im aktuell für ihn schleppenden Wahlkampf machen.

Welche wichtigen Schritte und Entscheidungen mit UFO-Bezug stehen in nächster Zukunft in den USA an?

Zum einen warten UFO-Fans und -Forscher natürlich auf den schon überfälligen Halbjahresbericht der AARO und hoffen darin auf weitere UFO-Beweise, Fotos und Filmaufnahmen.

Zum anderen steht demnächst die Entscheidung über die Geheimdienst- und Verteidigungshaushalte für 2024 an, in denen Schumers UFO-Enthüllungsvorgaben verankert sind. Sollten diese Passagen aufgenommen werden, muss das Haushaltsgesetz nur noch vom Präsidenten ratifiziert werden. Dann müssten Behörden, Militär, aber auch für die Regierung arbeitende Privatfirmen offenlegen, ob sie geborgene UFO-Technologien haben und erforschen, so wie es mittlerweile mehrere UFO-Whistleblower behaupten. Das könnte also sehr spannend werden.

Aber auch der ganz aktuelle parteiinterne Machtkampf innerhalb der Republikaner könnte von großer Bedeutung für die UFO-Forschung werden. Während der bisherige Mehrheitsführer im Abgeordnetenhaus, Kevin McCarthy, noch vor Wochen einen eigenen UFO-Untersuchungsausschuss mit Vorladungsbefugnis ablehnte, gehört der ihn derzeit herausfordernde Matt Gaetz zu den lautstarken Verfechtern einer vollständigen und fast schon radikalen Offenlegung der UFO-Geheimnisse der USA. Erst jüngst erklärte er auf Anfrage, er „unterstütze die vollständige Offenlegung von UFO-Vorfällen, weil die US-Regierung nicht ehrlich mit dem amerikanischen Volk umgeht“. Er werde weiterhin für eine entsprechende „Gesetzesänderung im Sinne einer vollständigen Offenlegung kämpfen“.

Sollte Gaetz also McCarthy als republikanischer Mehrheitsführer ablösen, würde dies die politische Dynamik in der UFO-Frage erneut befeuern. 

Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema

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Andreas Müller

Journalist und Autor, Experte für anomalistische Phänomene

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Andreas Müller

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Por Ovnis

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