Was steckt hinter dem neuen UFO-Hype?

“Es gibt da Dinge am Himmel, die wir nicht verstehen.” Das sagte Ex-US-Präsident Barack Obama dem US-Kanal Fox59 vor etwa zwei Jahren. Obama forderte damals, das Ganze näher zu untersuchen. Der einstmals mächtigste Mann der Welt ist nicht der Einzige, der sich Gedanken über nicht identifizierte Flugobjekte macht, also UFOs, oder wie man heute eher sagt, über UAPs, also Unidentified Aerial Phenomena, zu Deutsch also unidentifiziertes Luft-/Luftraum-Phänomen. Bei UAPs geht es also hier nicht nur um physische Objekte, sondern auch auf atmosphärische oder andere Phänomene am Himmel, die nicht so einfach erklärt werden können.

Vor allem, seit die “New York Times” 2017 ein geheimes Programm zur Erforschung von UAPs enttarnte, gibt es in den USA einen regelrechten UAP-Boom. Zusätzlich veröffentlichte die Zeitung damals Videos, die umgehend das Internet elektrisierten.

Im Video: UFO-Video “Go Fast”

“Go fast” heißt eines davon. Die Piloten erzählen ihrem Offizier über Funk, wie sie ein seltsames Ding auf ihrem Radar eingefangen haben. “Guck dir an, wie das fliegt! Das ist schnell”, sagt der eine Pilot, bevor er in ein hysterisches Lachen ausbricht.

Erich von Däniken fühlt sich bestätigt

Der neue UAP-Boom freut Erich von Däniken. Der große, alte Mann der UFO-Forschung tourt immer noch von Stadt zu Stadt, um den Menschen seine Version der Geschichte zu erzählen, nämlich dass Außerirdische schon einmal hier waren und beispielsweise die Pyramiden erbaut hätten. Dass sein Lebensthema nun wieder so eine große Aufmerksamkeit erfährt, ist für ihn kein Zufall. “Die Öffentlichkeit wird langsam darauf vorbereitet, dass wir nicht alleine sind”, da ist sich von Däniken sicher.

Angebliche Alien-Leichen im mexikanischen Parlament

Ufologen wie von Däniken haben Oberwasser. Es wirkt fast ein bisschen wie in den 90er-Jahren, als es schon einmal einen gewaltigen UFO-Boom gab, an dem die TV-Serie Akte X einen beträchtlichen Anteil hatte. Und genau wie damals wird es manchmal etwas skurril. Diese Woche beispielsweise wurden bei einer Anhörung im mexikanischen Kongress zwei angebliche Alien-Leichen präsentiert.

Doch so gruselig die Alien-Show in Mexiko war, so dünn ist auch die Indizienlage, dass es sich wirklich um tote Außerirdische handelt. Auf X, früher Twitter, wird längst darauf hingewiesen, dass es sich um einen Schwindel handelt, den der umstrittene Ufologe Jaime Maussan Flota orchestriert hat.

Fast alle UFO-Sichtungen lassen sich erklären

Vermeintliche UFO-Scoops rufen immer wieder auch Skeptiker auf den Plan. Mick West zum Beispiel hat es sich zur Aufgabe gemacht, UFO-Sichtungen zu erklären und ist mittlerweile zum führenden UFO-Skeptiker der USA aufgestiegen. Als ehemaliger Game-Designer kennt er sich mit Objekten im 3D-dimensionalen Raum aus – und wie die Optik uns täuschen kann. Das meiste, was da im Himmel zu sehen sind, lasse sich gut erklären, sagt West.

Im Video: Breakdown of the Pentagon UFO videos with Mick West

West macht sich immer eine Liste möglicher Erklärungen. Am Beispiel des bekannten Videos “Go Fast” denkt er über mögliche Hypothesen nach. “Es könnten Vögel sein, besonders in hoher Höhe. Wegen der Kameraauflösung erscheinen sie nur als kleine weiße Punkte. Oder vielleicht ein Wetterballon.” Auch Drohnen oder sogar fortschrittliche Militärtechnologie aus wie Amerika, China oder Russland käme in Frage. “Vielleicht handelt es sich auch um eine bisher unentdeckte und ja, auch UFOs oder Alien-Drohnen sind eine Möglichkeit”, so West. Dann sortiert der US-Amerikaner seine Hypothese nach Wahrscheinlichkeiten und die Alien-Hypothese landet bei West bei den überaus unplausiblen Erklärungen für merkwürdige Himmelsphänomene. Der UAP-Hype aber ist real. Und die Wahrheit vielleicht ja doch irgendwo da draußen.

Christian Sachsinger und Christian Schiffer sprechen im Tech-Podcast Umbruch diesmal über UFOs und Aliens und was das alles mit dem Internet zu tun hat. Zu finden ist die aktuelle Umbruch-Folge ab sofort in der ARD-Audiothek oder überall, wo es Podcasts gibt.

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Por Ovnis

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